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Arbeitskreis
Partnerschaft zwischen der Ev. Kirchengemeinde Wehrheim/Taunus und der
Kirche CEBA/Kongo
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| CEBA - Journal |
| Das Ceba-Journal ist die Informationsschrift für alle an der Partnerschaft mit dem Kongo Interessierten. Es erscheint halbjährlich. (Download als pdf) |
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aktuelle Ausgabe: CEBA- Journal 02-2010 |
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Liebe Freunde der Kongo-Partnerschaft, das Jahr geht seinem Ende zu und wir wollen Ihnen wieder einmal aufzeigen, was wir mit Hilfe Ihrer Spenden in den letzten zwölf Monaten und mehr geleistet haben. Da ist zum einen der dritte Schulbau, den wir im Frühjahr haben anfangen lassen und der schon sehr weit fortgeschritten ist. Leider konnte er in diesem Jahr noch nicht zu Ende geführt werden, da einige Hindernisse dem entgegenstanden. Was uns allerdings gelang, war, das Gebäude vor der Regenzeit mit einem Dach zu versehen. Dies erreichten wir nur mit Hilfe spontaner Großspenden etwa von der Fam. Th. Keller in Niedernhain, Frau Dr. Schüler in Bad Soden, HS-Bürotechnik und Fam. Erk in Wehrheim; viele weitere große und kleine Spenden haben dann zu der benötigten Gesamtsumme geführt. Bleibt mir noch, Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen und Gottes Segen für das Neue Jahr 2011. Möge es Ihnen viel Gutes bringen und uns Ihr Wohlwollen erhalten! In herzlicher Verbundenheit,
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Schulbau Katuba III Juli 2010 bis ca. März 2011 Im Juli 2010 wurde beim Bürgermeister des Stadtteils Katuba die Genehmigung des Baus einer Grundschule beantragt. Nach der Erledigung komplizierter Formalitäten, wurde diese am 14.7.2010 erteilt und die Arbeiten konnten beginnen. Nach der Absteckung hat die Ausschachtung mehr als eine Woche in Anspruch genommen. Eine Aufschüttung befand sich im Hintergrund. In der Vergangenheit war dort ein großes Loch gewesen, das zur Fabrikation der Backsteine für die Partnerschaftskirche gedient hatte. In dieses Loch hatte man danach allen möglichen Müll hineingeworfen, Um auf festen Boden zu stoßen, verging einige Zeit. Danach wurden viele Steine und Eisenbeton in das Fundament verbracht. Als wir uns unter dem Schutz des Bürgermeisters wähnten, um die Arbeiten zu beginnen, übergoss uns ein Regen von Vorladungen seitens städtischer Behörden, so dass wir die begonnenen Arbeiten erst einmal einstellen mussten. Die schnelle Erlangung dieser Papiere kostete € 350 und erlaubte dann die Fortsetzung der Arbeiten, was nicht ohne die Besuche weiterer Gemeindebehörden gelang, denen auch noch etwas zu geben war. Diese ersten Probleme haben uns etwa fünf Wochen gekostet.
Nachdem der ‚Papiersturm’ vorbei war, begann der Einkauf der Materialien. Dabei ist ein Paradoxon zu beobachten: Die Transportkosten übersteigen bei weitem die Kosten der gekauften Materialien. Beispiel: Für 8 m³ Steine zum Preis von ca. € 100 waren ca. € 160 Transportkosten zu zahlen, 3 m³ Sand kosteten statt € 46 die Summe von € 87; für den Transport von 3.000 Steinen zum Preis von € 233 zahlten wir insgesamt € 345 etc. Das gleiche trifft zu auf Materialien aller Art, insbesondere im Bausektor. Der Grund ist einfach: Die Industriellen, die Zoll- und Steuerbeamten, die Händler, die Chefs der öffentlichen Verwaltung, in der Regierung etc – alle diese Leute bauen. Die Reichen, die - zum Nachteil der Mehrheit der Bevölkerung - in der totalen Straflosigkeit leben, lassen die Preise steigen. Wir müssen sagen: Es wurde vergleichsweise viel Geld ausgegeben für sehr wenig Material und erhöhte Kosten für ein relativ kleines Projekt. In der Liste der unvorhersehbaren Dinge rangiert vor allem die Fluktuation des Geldumtausches, die Tag für Tag zur katastrophalen Veränderung der Marktpreise führt. Arbeitslöhne Das langsamere Voranschreiten der Arbeiten wurde auch manchmal verursacht durch den Wassermangel (unpassendes Wasserabstellen). Hierzu muss angemerkt werden, dass es keine Wasserzapfstelle auf dem Grundstück der Kirche gibt. Um Wasser zu bekommen, musste man es bei einem Nachbarn gegenüber zapfen, wo – während der Trockenzeit (Juni-November) - das Wasser nur während der Nacht lief, tagsüber unregelmäßig. Von daher die Notwendigkeit eines Anschlusses für die Bedürfnisse der Schule.
An Ausgaben entstanden bisher: Grundmauern (in Felssteinen mit Eisenbeton) € 4.493; Errichtung der Mauern mit Fensterstürzen in Eisenbeton € 7.315 €; Dach mit Holzsparren und galvanisiertem Wellblech € 3.305; Türen und Fenster (Anzahlung) € 1.600; Arbeitslohn € 2.790; Vorrichtung der Toiletten € 586 (ohne Keramikeinrichtung). Summe: € 20.439 (bis zum 30.11.10). Die Arbeiten ruhen zur Zeit, da auf die Fertigstellung der Türen und Fenster gewartet wird, die diese Woche eintreffen sollen; außerdem müssen noch etliche Dinge gekauft werden, für die das Geld noch nicht zur Verfügung steht. – Bis zum Beginn des Schuljahrs 2011 werden in dem Schulgebäude Alphabetisierungskurse vornehmlich für Frauen durchgeführt, Männer sind allerdings auch ‚zugelassen’. Der Schulbeginn ist dann im September 2011. (Ich gehe davon aus, dass trotz der Ferienzeit eine offizielle Eröffnung während unseres Aufenthaltes im Juli stattfinden wird. J. K. )..
Lubumbashi, 29. 11. 2010, Pasteur Baudouin Lwinda |
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| Wiedereingliederung von Ex-Kindersoldaten durch lokale ONGs in Butembo/Nord-Kivu Mit Hilfe der Stiftung ‚Evolution’, zu der der Chronist Kontakt hat (und ihr auch mal als Kurator angehörte), konnte Marcel Kapahnke folgenden Bericht über die Entwicklung dieses Projekts einreichen und dafür € 3.000 Stiftungsgeld für den Verein ‚Neues Leben im Kongo’ einwerben: Seit September 2002 hatte Herr Dietz bei der Inspizierung von Kartoffelpflanzgut für die DWHH (Deutsche Welthungerhilfe) im Raum Butembo, Nord-Kivu, beobachtet, dass einheimische Organisationen sich um die Aufnahme von Kindersoldaten kümmerten, ohne Fremdmittel zu erhalten. Dabei erfuhr er, dass von drei ONGs (=NGOs oder NROs), IPAD, IJAD und COPERMA, 650 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren betreut wurden, darunter 50 Mädchen. Die Jüngeren erhielten Alphabetisierungsunterricht von Lehrern mit 12-jähriger Schulbildung, einige wurden regulär eingeschult; diese Lehrer haben in der Regel eine zusätzliche zweijährige pädagogische Ausbildung. Ihre Bezahlung ist so wie die aller Lehrer im Kongo, d.h. schlecht; sie müssen meistens noch einem Nebenerwerb nachgehen. - Die älteren Ex-Kindersoldaten erhielten Ausbildungen in Näherei, Schreinerei, Mechanik und Landwirtschaft. Diese Aufgabe zu fördern gewann Herr Dietz den Verein „Neues Leben im Kongo“ (NLK), aus Wehrheim, der 2002 von Dr. J. Kujaw aus der Kongo-Partnerschaft der evangelischen Kirche heraus gegründet worden war und der dieser neuen Aufgabe seinen finanziellen Kräften gemäß nachkam. Die Gesamtzahl dieser Jugendlichen erhöhte sich in 2003 und 2004 auf 1.500. - Im September 2005 wurden von IPAD 537 Jugendliche gemeldet, davon waren 221 im Nachholunterricht, 111 lernten Nähen, 75 Mechanik und Schweißen, 72 Schreinerei, 30 Landwirtschaft und Viehhaltung und 28 Frisör. Bei COPERMA waren 1.166 Jugendliche untergekommen, darunter 339 junge Mütter mit zusammen 352 Kindern; 500 waren bereits in ihre Familien zurückgekehrt. IJAD betreute 598 Jugendliche, meistens männliche. Für 2005 ergibt sich also eine Gesamtzahl von 1.949 Jugendlichen und 352 Kleinkindern.
2007 bis 2008 betreuten IPAD 893, IJAD 240 und COPERMA 1.354 Jugendliche, zusammen 2.487; inzwischen waren etwa 2.000 wieder in ihre Dörfer integriert. Der Verein NLK brachte in der gesamten Zeit immerhin € 65.000 für diese Ex-Kindersoldaten auf. Im Laufe des Jahres 2007 reifte der Gedanke eines größeren Antrages beim BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit). Das bedeutete regelmäßigen Kontakt mit den drei ONGs in Butembo, um Örtlichkeiten, Zahl der zu bauenden Schulen und Werkstätten, Bereitstellung von Baugrundstücken durch die kongolesischen Behören, Kosten der Baumaterialien und der benötigten Handwerker etc. vorab zu klären. Mitte 2008 wurde dann von unserem Verein unter der Regie von Herrn Dietz ein Projektantrag über € 200.000 vorgelegt. Bei den vorgenannten Erkundigungen und bei dessen Ausarbeitung wurde ich regelmäßig mit einbezogen.
Für die Baumaßnahme wurde ein Zuschuss des BMZ von 75 % beantragt; die restlichen 25 % mussten der Verein ‚NLK’ aus Spenden und die kongolesischen Partner aus Eigenbeiträgen (z.B. Baugrundstücken) aufbringen. Der Antrag wurde nur für EUR 100.000 genehmigt und auf Bauarbeiten für zehn Schulen und Werkstattgebäude konzentriert. Seit Oktober 2008 waren die drei Partnerorganisationen* mit den Bauarbeiten beschäftigt. Aufgrund der Verschlechterung des US-Dollar-Wechselkurses musste im August 2009 ein Zusatzantrag gestellt werden, so dass sich der Gesamtantrag schließlich auf € 141.000 belief. Abgeschlossen wurden die Bauarbeiten im April 2010, weshalb Herr Dietz und Dr. Kujaw zur Abschlussrechnung nach Butembo flogen, wo ich leider nicht dabei sein konnte. Es wird geschätzt, dass etwa 3.000 junge Menschen wieder in das Zivilleben eingegliedert werden konnten, d.h. sie werden von der Gesellschaft akzeptiert; seitens der Regierung geschieht in diesem Zusammenhang – wie auch sonst – nichts. Weitere 2.000 werden noch direkt in den Eingliederungszentren oder zu Hause nachbetreut. Ihren weiteren Lebensweg müssen diese jungen Menschen dann selbst finden; seitens der Projektleiter, d.h. der Chefs der ONGs, kann hier im Normalfall keine weitere Hilfe geleistet werden. - Die Zahl der ‚Rückfälligen’ übrigens, d.h. derjenigen, die nach der Betreuung und Ausbildung wieder in ihr Kindersoldatendasein zurückgehen, weil sie in der Gesellschaft nicht klarkommen, wird auf 5-10% geschätzt.
Marcel Kapahnke unter Assistenz von Martin Dietz |
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* Die drei ONGs (=NGOs=NROs=Nichtregierungsorganisationen), die sich um die Demobilisierung und Wiedereingliederung von Kindersoldaten und Jugendlichen kümmern, sind:
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Weitere Informationen erhalten Sie bei: Dr. Jörg Kujaw (Vorsitzender des Partnerschafts-Ausschusses, Vorsitzender des Vereins „Neues Leben im Kongo e.V.“) Wiesenau 58, 61273 Wehrheim, Tel. 06081-56510, Fax 06081-586788 j.kujaw@ceba-kongo.de Spendenkonten: ![]() Evang. Kirchengemeinde Wehrheim, Nr. 3050 10942 (BLZ 500 617 41) Raiffeisenbank Oberursel „Neues Leben im Kongo e.V.“ Nr. 50 38 529 (BLZ 50061741) Raiffeisenbank Oberursel |
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Evangelische
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