Arbeitskreis Partnerschaft zwischen der Ev. Kirchengemeinde Wehrheim/Taunus und der Kirche CEBA/Kongo
 
Geschichte unserer Partnerschaft
 
Seit Anfang der 70-er Jahre wurden in der Wehrheimer Gemeinde Aktionen zu Gunsten der Dritten Welt durchgeführt, die im wesentlichen durch Verkauf von Gegenständen der GEPA (damals: Aktion 3.-Welt-Handel), insbesondere Kaffee und Kunstgewerbe, bestritten wurden.
1975 wurde daraus auf Beschluß des Kirchenvorstands eine feste Einrichtung in Form eines 3.-Welt - Ladens, von einer Frauengruppe ehrenamtlich geleitet.

Bei den Überlegungen, wo und wie die Gewinne des kleinen Ladens eingesetzt werden sollten, entstand der Kontakt zur Zaire-Mission.

Diese kleine Missionsgesellschaft unter der Leitung von Pfr. Bonk, einem Missionar der Herrnhuter Brüdergemeinde mit Sitz in Altenkirchen, Westerwald, warb um Unterstützung der Partnerschaftsmissionarin Schw. Rose Vogelmann in der Kirche Eproba/Ceba, einer rein afrikanischen, baptistischen Kirche in Lubumbashi, Zaire.

Diese Miss.-Gesellschaft bat darum, "Missionspakete" (Waren aus der 3. Welt) zu Schw. Roses Gunsten zu verkaufen. Das bedeutete eine Verbreiterung des "Warenangebots" im 3.-Welt-Laden und zugleich der direkte Kontakt zu einer Missionsarbeit.

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Wehrheim fällte dann die Entscheidung, einerseits die Konzeption der GEPA , d.h. Förderung von genossenschaftlichen Unternehmungen und somit Hilfe zur Selbsthilfe in der Dritten Welt mitzutragen, andererseits durch die Überschüsse des Ladens und andere Spenden gleichzeitig die Arbeit von Schwester Rose zu unterstützen.
1976, bei ihrem jährlichen Heimaturlaub, hat Schw. Rose erstmalig unsere Gemeinde besucht und aus dem Zaire berichtet; 1979 kam sie zum ersten Mal zusammen mit Bischof Kabwe-ka-Leza von der Kirche CEBA zu Besuch.
Ähnlich wie in der Wehrheimer Kirchengemeinde gab es "Außenkontakte" auch in anderen Gemeinden des Dekanats Usingen; in gleicher Intensität allerdings nur in Usingen zu einer protestantischen Kirche in Malawi. In der Herbstsynodaltagung 1989 hat die Dekanatssynode Usingen die Kontakte zur Kirche CEBA im Kongo und zur Anglican Church in Malawi zur Dekanatspartnerschaft erklärt.

Schw. Rose wurde 1939 geboren und fühlte sich - nach Ausbildung als Verwaltungsangestellte in den Dienst der Mission berufen. Sie ließ sich als Krankenschwester und Hebamme ausbilden und absolvierte anschließend eine Bibelschule in Dänemark. Auf Bitten von Bischof Kabwe-ka-Leza stellte sich Schw. Rose in den Dienst der Kirche CEBA. 1973 kam sie ohne Vertrag und Gehalt mit nur DM 2.- in der Tasche nach Lubumbashi. Von ‚Dienste in Übersee' einer Institution der Evangelischen Kirche in Deutschland, wurde sie bis 1982 finanziell getragen.

Seither gibt es nur noch einen Freundeskreis, der in Deutschland für ihre Sozialbeiträge aufkommt, damit sie wenigstens einen Anspruch auf Krankenversicherung und Rente aufrecht erhält - und eben unsere Partnerschaft.

Schw. Rose ist in der Stadt Lubumbashi (über eine Million Einwohner) als Krankenschwester tätig. Mit primitivsten Mitteln und unter schwierigen Bedingungen leitet sie einen ‚dispensaire' (Krankenbehandlungsstation) und hat die Aufsicht über den gesamten Gesundheitsdienst der Kirche CEBA. Sie wurde Pastorin, inzwischen Bischöfin, hält Bibelstunden und Gottesdienste und ist als einzige Europäerin Mitglied der Generalsynode der Kirche im Kongo (300 Mitglieder).

 

Evangelische Kirchengemeinde Wehrheim im Taunus - Wiesenau 58 - 61273 Wehrheim
Tel.: 06081/56510 - Fax: 06081/586778
Internet: www.kirche-wehrheim.de oder www.ceba-kongo.de